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Aus allen Wolken gefallen und wieder auf einer Insel

Nun dürften langsam aber sich auch die die letzten Sommerferien dem Ende entgegen gehen. Faktisch ist ja bereits Herbst und wenn ich so aus dem Fenster schaue könnte man eigentlich auch eher an Herbstferien denken.
Obwohl meinen letzten Schulferien schon eine lange, lange Zeit zurückliegen, gab es auch bei mir eine längere Blog-Pause. Das soll aber nicht heißen das ich in dieser Zeit den Computerspielen komplett den Rücken zukehrt habe. Wie man an meinen neuen Spielestatus erkennt, gab es einiges an Bewegung. Zudem bin ich in ein neues Spielegenre eingestiegen, von dem ich demnächst noch ausführlicher berichten werde. Heute werde ich mich erst einmal noch um offene Altlasten kümmern und meine Spielwechsel kommentieren.
Fangen wir also an.

Bioshock Infinite
Dieses Game habe ich mittlerweile durchgespielt und es hinterlässt mich mit einem recht zwiespältigen Eindruck. Um es gleich vorweg zu nehmen, Bioshock Infinitive ist wirklich ein gutes Spiel. Allerdings wäre es bei mir persönlich nicht auf einen Metascore von über 90 Punkte (genau gesagt sogar 94) gekommen. Dafür gibt es einfach zu viele Dinge die mir an dem Spiel nicht so wirklich gefallen haben.
Fange ich aber erst einmal mit dem Positiven an:

    – Die Grafik ist klasse.
    – Das Setting und die Optik sind sehr stimmig.
    – Elizabeth ist als Coop-NPC genial.
    – Die Story ist, nach recht lahmen Start (siehe unten), recht gelungen.

Jetzt zu den Dingen die mir persönlich nicht zugesagt haben.

    – Die Story braucht recht lange bis sie in Fahrt kommt. Ich konnte nicht feststellen, dass mich das Game schon von der ersten Sekunde an so richtig in den Bann gezogen hat.
    – Das ganze Szenario war mir leider viel zu amerikanisch. Ich bin nun einmal Europäer und Sachen wie Indianerverfolgung, amerikanischer Bürgerkrieg und Sklavenhaltung farbiger Mitmenschen gehören nun einmal primär zur amerikanischen Geschichte. Deswegen konnten mich die ganzen Referenzen im Spiel nicht so richtig ansprechen.
    – Die ganze Welt erweckt auch nicht wirklich einen besonders lebendigen Eindruck. Die NPC sind meistens statisch irgendwo hingesetzt und spulen Pseudodialoge ab. Eine wirkliche Interaktion ist nicht möglich. Wer mal sehen möchte wie man lebendige Orte erschafft, sollte z.B. mal einen Blick in Metro: Last Night werfen.
    – Die KI der Gegner ist auch eher simpel geraten. Nach kurzer Zeit kann man sich auf die sich immer gleichablaufenden Angriffsmuster bequem einrichten.
    – Das ganze Skill- und Waffensystem war für mich eigentlich nur optional. Ich habe eigentlich nur mit der Pistole, dem Präzisionsgewehr und dem Feuerskill das Game durchgespielt. Schade, dass die Entwickler das Potential verschenkt haben die anderen Fähigkeiten nützlicher ins Spiel zu integrieren.
    – Leider wird man durch das Spiel auch wie auf Schienen (Nein, damit meinen ich nicht die Transportschienen im Spiel 🙂 ) geführt. Ich hätte die Wolkenstadt eigentlich gerne, zumindest in Teilen, frei erkundet. Stattdessen wird man aber von Abschnitt zu Abschnitt geführt und Abweichungen vom vorgesehenen Weg werden spieltechnisch unterbunden.

Das soll jetzt aber auch reichen. Wie immer ist das meine ganz persönliche Meinung. Aber nach dem ganzen Hype und den vielen Topwertungen hatte ich doch etwas mehr erwartet. Beschweren will ich mich aber nicht, da ich das Game auch zum Schnäppchenpreis von knapp 7,- € erworben habe und für diesen Preis war der Unterhaltungswert absolut okay. Hätte ich aber den vollen Preis gezahlt, wäre mein Resümee wohl weniger erfreulich ausgefallen. Meine persönliche „Metascore“-Bewertung liegt so eher bei 85 Punkten, auch wenn das vielen Fans nicht gefallen wird. 😉

Crysis-Reihe
Der Schnäppchenjäger hat wieder zugeschlagen. Bei einem der letzten Steam-Specials habe ich mir für kleines Geld das Crysis-Bundle zugelegt. Das Bundle umfasst die Spiele Crysis (1), Crysis Warhead, Crysis 2 und die Multiplayer-Erweiterung Crysis Wars. Jetzt wird sich der eine oder andere sicherlich fragen was ich mit diesen ollen Kamellen (Crysis (1) erschien immerhin schon 2007) überhaupt will. Crysis darf man mittlerweile sicherlich zu den Klassikern unter den Egoshootern zählen. Ich wollte es mir schon immer einmal anschauen, aber im Jahre 2007 hatte ich einfach nicht die passende Hardware um dieses Game in voller Pracht genießen zu können. Jetzt war also die Gelegenheit Versäumtes nachzuholen und ich wurde nicht enttäuscht. Crysis (1) habe ich jetzt bereits durchgespielt und nun befinde mich mitten im Getümmel des Nachfolgers Crysis Warhead. Diese beiden Teile sind typische Militär-Egoshooter der alte Schule. Entsprechend der damaligen Zeit geht es auch recht schnörkellos und zielstrebig zur Sache.

Crysis (1)
Die Handlung des Spiels findet zum Großteil auf einer tropischen Insel im Ostchinesischen Meer statt. Die Spielegrafik (CryEngine 2) ist auch nach heutigen Maßstäben noch sehr ansehlich. Besonders die Dschungeloptik ist ausgesprochen gut geraten. Die Zwischensequenzen können da leider nicht mithalten und wirken heute doch recht altbacken. Aber immerhin hat das Game ja auch schon sieben Jahre auf dem Buckel und sieben Jahre sind in der IT schon eine kleine Ewigkeit. Die Story ist im Großen und Ganzen okay und macht, bis auf das abrupte Ende mit bösem Cliffhanger, Laune.
Was zu meckern gibt es aber natürlich von meiner Seite auch.

    – Wenn ich einen Egoshooter kaufen, möchte ich auch einen Egoshooter spielen. Also möchte ich keinen Flug- oder einen Panzersimulator spielen. Leider werde ich dazu in Crysis (1) aber an einigen Stellen im Spiel gezwungen. Das war bestimmt als Abwechslung im Spiel gedacht und wäre auch kein Problem wenn diese Dinge optional wären. Aber leider kommt man in dem Game um z.B. Flugeinlagen nicht herum. Klar man spielt ja auch einen Supersoldaten der alles kann, aber ich hätte das Game gerne als reiner Infanterist durchgespielt.
    – Das Spiel ist leider recht kurz geraten. Das schlagartige abrupte offene Ende hat mich dann doch sehr überrascht. Zum Glück habe ich ja bereits die Nachfolger auf Lager.
    – Erstaunlicherweise gibt es nach all den Jahren immer noch einige Bugs im Spiel. Die Schnellspeicherfunktion kann z.B. immer noch dazu führen das gewisse gescriptete Aktionen nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden und man nicht mehr weiterkommt. Mir ist das kurz vor dem Ende eines Levels passiert, als ich einen Hubschrauber abschießen sollte der aber permanent außer Reichweite blieb. Dieser Bug war schon 2007 bekannt und einzige Gegenmaßnahme ist das komplette erneute Durchspielen des entsprechenden Abschnitts. Auf so etwas sollte man also trotz aktuellem Steam-Kauf gefasst sein.

Crysis Warhead
Kommen wir also zum inoffiziellen „Nachfolger“ von Crysis (1). Crysis Warhead war eigentlich als Add-On geplant, wurde dann aber 2008 doch als eignes lauffähiges Programm auf den Markt gebracht.
Ich bin ja noch mitten drin, aber man bemerkt dem Spiel doch irgendwie an das es storytechnisch sehr auf Crysis (1) aufbaut und verzahnt ist. Man spielt einen anderen Char als in Teil 1 und die Story wird eher versatzartig erzählt. Falls man also Crysis (1) nicht gespielt hat, dürften sich einem viele Zusammenhänge der Geschichte nicht recht erschließen. Es wurden allerdings auch einige neue Gegner, Waffen und Fahrzeuge im Spiel eingebaut und der Spielspaß ist bisher genauso groß wie in Teil 1.

Crysis Wars
Zu der Multiplayer-Erweiterung von Crysis gibt es von mir nicht mehr als einen wichtigen Hinweis.
Seit dem 31.05.2014 funktioniert der Online-Multiplayer-Part von Crysis und Crysis 2 nicht mehr!
Electronic Arts hatte den Multiplayer-Serverbetrieb ausgelagert und an die Firma Gamespy übergeben. Gamespy hat aber dieses Jahr seine Tore geschlossen und seine letzten Server Ende Mai abgeschaltet. Davon ist eine ganze Reihe recht prominenter Spiele betroffen. Unter anderem halt auch die beiden Crysis-Titel. Da finanziell wohl auch nicht mehr lukrativ, ist EA nicht willens einen äquivalenten Ersatz auf die Beine zu stellen. Typisch EA halt!
Crysis Wars ist somit nur noch Schrott oder besser gesagt eine weitere Anekdote in der Geschichte der Multiplayergames.

Beim nächsten Mal geht es dann um Demotivation bei Guild Wars 2 und um das nackte Überleben.

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