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MMO-Osternachlese

Entgegen der eigentlichen Wettervorhersagen war das Osterwetter bei uns doch eher mäßig. So nutze ich das verlängerte Osterwochenende zu einer ausgiebigen Spielesession in Guild Wars 2. Leider blieb da natürlich nur wenig Zeit für sonstige ausführliche MMO-Recherchen. Somit gibt es diesmal nur ein buntes Potpourri von Kommentaren zu MMO-Meldungen der letzten Woche. Allerdings gibt es für mich auch einen klaren Verlierer der Woche. Doch dazu unten mehr.

Guild Wars 2 – Großer Patch, bringt Freud und Leid
Mittlerweile habe ich und mein Frau mit unseren Chars Level 55 erreicht und erfreuen uns seit letzter Woche an der Anwesenheit vieler, vieler Mitspieler. Herrschte in den Levelgebieten bis letzten Mittwoch teilweise noch gähnende Leere, so änderte der letzte Patch dies grundlegend. Außer vielen grundlegenden Änderungen am Spielsystem, führte ArenaNet auch die Megaserver-Technologie ein. Diese Technik wird ja z.B. auch bei The Elder Scolls Online eingesetzt. Anstelle die Spieler auf viele einzelne unabhängige Server zu verteilen, werden alle Spieler gemeinsam in einen großen (virtuellen) Megeserver-Pool  geworfen. Anschließen werden die einzelnen Gebiete instanziert mit Spielern aufgefüllt. Für jede Gebietsinstanz ist ein Limit an Spielern festgelegt. Ist dieses Limit erreicht, wird eine neue Instanz dieses Gebiet erzeugt und wieder mit Spielern befüllt usw. usw. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Gebiete sind wieder gut besucht (Es wird ja immer mit Spielern neu nachgefüllt) und somit sind auch große Gruppenevents endlich wieder machbar.
Doch es gibt/gab auch Nachteile:
1. Die Spielerpopulation wird in den Gebietsinstanzen teilweise international durcheinander gewürfelt, was zu Sprachproblemen führen kann. Man kann zwar eine Sprachpriorität setzen aber anscheinend zieht die nicht immer.
2. Gilden und Leute auf Friendslisten sollten möglichst automatisch in denselben Instanzen landen. Das klappte so aber nicht wirklich. Die Beschwerdewelle in den Foren war riesig. Gildenmitglieder wurden wahllos verteilt und ein gemeinsames Zusammenspiel und kommunizieren somit unmöglich bzw. sehr kompliziert. Ich sage mal: In dubio pro reo! Ich denke nicht dass das so von ArenaNet geplant war. Da liegt wohl eher ein Bug vor.
3.  Etliche Spieler fühlen sich ihrer „Heimatserveridentität“ (seltsames Wort) beraubt. Das betrifft natürlich insbesondere die sehr aktiven WvW-Spieler, in der ja die verschiedenen Serverpopulationen gegeneinander antreten. Aber auch das wird sich bestimmt irgendwie regeln.
Glücklicherweise betrafen mich diese Probleme bisher nicht und ich kann die Änderungen durch den Patch bisher eher positiv bewerten.
Außerdem möchte ich an dieser Stelle einmal den Kundendienst von ArenaNet ausdrücklich loben. Am Ostersonntag(!) stellte ich eine Supportanfrage bezüglich meines Accounts und innerhalb von drei Stunden war alles zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt worden. Das nenne ich mal einen tollen Kundendienst!

Skyforge – Viele Fragen, wenige Antworten
Die Entwickler des MMOs Skyforge ließen sich letzte Woche dazu herab zehn Fragen zu ihrem Game zu beantworten. Aufregende Neuigkeiten? Fehlanzeige! Das einzig erwähnenswerte  ist wohl, das es immer noch keinen Zeitplan für Beta-Tests gibt, das die Characterentwicklung skill- und nicht levelabhänig ist (deswegen gibt es auch kein Max-Level), das es ein Action-Combat-System gibt und das meine seine Klasse jederzeit ändern kann.  Na da bleibt für die nächsten Q&A-Runden noch reichlich Luft nach oben.

H1Z1 – Verlierer der Woche
Letzte Woche erst aufgenommen in meine Beobachtungliste, überlege ich nun H1Z1 schon wieder rauszunehmen.  Der Grund? Ich bin (mal wieder) ziemlich sauer über das Geschäftsgebaren von SOE. Da senden sie letzte Woche einen fast einstündigen Livestream aus einer (hoffentlich) Alphaphase des Games. Was zeigen sie dort? Eigentlich nur das es noch nichts zu zeigen gibt. Man sieht einen Typen mit seiner Waffe/Pistole rumrennen, eine paar Zombies wanken durch die Gegend, die Sonne geht auf und unter und ein Jeep wird in 3rd-Person-Sicht durch die Gegend gekurvt.   Ohne Titel und ständige Wiederholung des Spielnamens durch die Entwickler könnte man denken man sieht eine PreAlpha–Version von DayZ. Von den großangekündigten einzigartigen Features wie Crafting und spielergesteuerten Wirtschaftssystem nicht die Spur. Das Ganze war nur eine reine Werbeaktion um ihren Early-Access zur Alpha-Testphase für stolze 20,- $ an den Mann bzw. Frau zu bringen.
Dem Ganzen die Krone setzte allerdings die Bekanntmachung auf, das die Spieler darüber abstimmen sollen, welchen Spielmodi die H1Z1-Server unterstützen sollen. Abstimmen darf man aber nur gegen Bezahlung!
Ich hätte da noch ein paar weitere Finanzierungsideen für SOE. Wie wäre es wenn die Spieler sich auch die Mobs, in dem Fall Zombies, kaufen müssten. Wie wäre es mit einem Euro pro Zombie, im Sonderangebot gibt es dann 10 für 9,- €. Oder man könnte den Sprit für Fahrzeuge im Spiel nur gegen Echtgeld zur Verfügung stellen. Als Grundlage könnte man ja gleich die realen Preise der Erdölkonzerne übernehmen. Gut, dann müsste man die Preise fast stündlich anpassen, aber am Wochenende kann man dann auch mehr verlangen. Das trifft sich doch prima. Da spielen ja sowieso die meisten. Die reinen F2P-Spieler müssen halt ohne Zombies auskommen und zu Fuß gehen. Aber solche Nichtzahler sind ja sowieso nur lästig und können geflissentlich ignoriert werden. /Ironie aus
Ich bin mir aber sicher, auch ohne meine „tollen“ Vorschläge wird SOE und sein kreativer Chef bestimmt noch weitere lukrative Einnahmequellen entdecken. 😉

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