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Was ist nur los in der MMO-Branche?

Im Moment kann man sich nur verwundert die Augen reiben. Als langjähriger MMORPG-Spieler ist man ja eigentlich leidgeprüft und abgehärtet. Doch die News der letzten Tage lassen einem sich doch die Nackenhaare sträuben. 👿
Mythics hat verkündet, das man zum Release von €žWarhammer Online nur zwei der geplanten sechs(!) Hauptstädte fertig haben wird und das man gleichzeitig auch noch vier der geplanten Klassen (vorläufig?) aus dem Spiel entfernt. Als Begründung versucht man zu verkaufen, das man nur so die eignen hohen Qualitätsstandards halten kann. 😉
Blizzard lieߟ aber nicht lange auf sich warten. Keine zwei Tage nach der Ankündung von Mythics gaben sie bekannt, dass es die geplante groߟe Instanz „€žUldum“€œ nicht in das WoW-Addon schafft. Komisch! Wurde das Addon doch grade mit dieser „€žtollen“€œ neuen Instanz vorher intensiv beworben. 😮
Kurze Zeit zuvor hatte ja schon Funcom ihr scheinbar unfertiges MMORPG €žAge of Conan auf den Markt geworfen. Wenn man so die jetzigen Berichte und Kommentare verfolgt, ist das Spiel ja anscheinend nur bis Level 20 wirklich spielbar und viele beworbenen Features sind entweder defekt oder noch nicht vorhanden. Aber keine Sorge! Das wird natürlich alles (lt. Aussage Funcom) noch nachgeliefert. 🙄

Das sind nur die jüngsten Beispiele. Aber auch in der Vergangenheit war es bei anderen MMORPGs leider nicht viel besser. Anscheinend gibt es immer eine Deathline die vom Management vorgegeben wird, an der dann ein Spiel, egal wie, auf den Markt geworfen werden muss. Wirtschaftliche Gründe gibt es dafür sicherlich viele. Sei es das man die Jahresbilanz durch die Spielverkäufe noch schönen will, die finanziellen Mittel ausgehen, man vor unbedingt einem Konkurrenten rauskommen will oder einfach noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen will. Leider geht dieser Zeitdruck immer auf Kosten der Qualität und somit zu Lasten des Kunden. Ich möchte hier gar nicht immer nur auf das „€žböse“€œ Management schimpfen. Viele Entwicklerteams verzetteln sich auch vollkommen, überschätzen sich oder unterschätzen den Aufwand ein MMORPG zu entwickeln. Wenn das die Projektleitung nicht rechtzeitig erkennt und die Zügel anzieht, dann wundert es nicht dass dann irgendwann die Unternehmensleitung (auch im Interesse von Investoren oder Aktionären) die ReisŸleine zieht.Gelackmeiert sind am Ende natürlich wieder einmal die enttäuschten zahlenden Kunden.
Aber seien wir mal ehrlich. Wir (die Kunden) sind doch auch selber schuld. Da wird genörgelt, gemeckert, Foren vollgespammt und ähnliches. Aber am Ende kaufen und bezahlen wir das Spiel, trotz aller Warnungen, dann doch. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

„Beim nächsten Spiel wird alles besser!“ Das ist der Fluch aller süchtigen MMORPG-Zocker! 🙂

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