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MMO-Update-Welle und ZeniMax klotzt statt kleckert

Schaut man einmal auf den Terminplaner ist diese Woche anscheinend die Woche der MMO-Updates. Ich kann mich nicht erinnern wann einmal gleichzeitig so viele MMOs, in einem so kurzen Zeitraum, ihre Spiele aktualisiert haben. Heute am 4. November kommen Updates für Guild Wars 2, ArcheAge und The Elder Scrolls Online. Morgen folgt Herr der Ringe Online und zusätzlich startet die Open Beta von Trove. Das alles knappe eine Woche vor dem Release des nächsten WoW-Addons Warlords of Dreanor. Reiner Zufall?
Vielleicht versucht die eine andere Firma ja doch noch aktiv ihre Spieler von einem Wechsel zu WoW abzuhalten. Ob diese Rechnung aufgeht wird sich zeigen. Die Fans dieser Spiele sind auf jeden Fall bestimmt sehr dankbar für den neuen Content.

Die Krone der Update-Meister dürfte heute sicherlich an ZeniMax mit The Elder Scrolls Online gehen. Satte 13(!) Gigabyte soll ihr Spielclient-Update angeblich groß sein. Aus dieser Datenmenge würden andere wahrscheinlich vier komplette Spiele entwickeln. Allein zum Lesen der seitenweise Patch-Notes benötigt man schon eine geraume Zeit. ZeniMax greift bei ihrem doch eigentlich recht jungen MMO richtig in die Vollen. Da werden nicht nur Fehler gefixt, nein es gibt auch massive Änderungen bzw. Erweiterungen im Gameplay.

Das bringt mich zurück auf meine persönliche Spielsituation. Wie man erkennen kann ist Guild Wars 2 endgültig aus meiner „MMOs – Aktiv in:“-Übersicht herausgefallen. Nicht etwas weil mir das Spiel überhaupt nicht mehr zusagt, sondern weil mir TESO einfach so gut gefällt das keine Zeit mehr für anderes bleibt. Mein Freimonat von The Elder Scrolls Online lief letzte Woche aus und ich habe, ohne eine Sekunde zu zögern, mein Abonnement sofort verlängert. Warum?
TESO ist es gelungen das mich ein MMO mal wieder wirklich richtig begeistert und in den Bann zieht. Natürlich ist es nicht mehr wie zu meinen DAoC oder WoW-Extremzeiten, wo ich teilweise vier Stunden und mehr täglich in den Games unterweges war. Dazu habe ich heutzutage aber weder die Lust noch die Zeit. Da reichen mir die Stunde oder auch mal zwei die ich in TESO unterwegs sein kann. Vor allem habe ich dort, selbst bei dieser kurzen Spielzeit, nie den Eindruck nicht vorwärts zu kommen.
Das ganze Spiel macht auch einen unheimlich „erwachsenen“ Eindruck. Damit meine aber nicht das es dort irgendwelche jugendgefährdenden Inhalte gäbe, sondern das alles sehr sachlich und nüchtern wirkt. Man verzichtet konsequent auf einen Qietschi-Bunti-Stil, es gibt keine grellen Bombasteffekte die Augenkrebs verursachen, keine funkelenden Super-Killall-Waffen in Größen die jeglicher Physik und Schwerkraft widersprechen und keine stupiden Grindorgien die die letzten Hirnzellen absterben lassen.
Dementsprechend wirkt auch die Spielergemeinschaft. Trotz international zusammengewürfelten Haufen sieht man wild durch die Gegend herum hüpfende oder spammende Spieler sehr selten. Die stereotypischen Rulerz, Fanboys, Ganker, Gnarfe und Konsorten fühlen sich in diesem Game wohl auch nicht richtig wohl. Wohl nicht bunt und hektisch genug. Einfach zu entspannt und zu bieder, damit wohl eher was für alte Männer wie mich. 🙂

Ein weiterer Meilenstein sind für mich die Quests und die Lore des Spiels. Obwohl ich einige MMOs teilweise über Jahre gespielt habe, weiß ich über die jeweilige Hintergrundgeschichte dieser Games bis heute wenig bis gar nichts. Warum auch?
Bei Quests wie: Töte fünf Bären oder bring mir acht Gürtelschnallen von Banditen, mache ich mir um die Hintergrundgeschichte keine Gedanken. Insbesondere wenn das Ganze dann noch in einer hässlichen Textbox angezeigt wird und man sowieso weiß das beim nächsten Questgeber kein Hahn mehr danach kräht.
Bei TESO ist das bei mir komplett anders. Ich lese bzw. höre mir während meines Solo-Spiels jede Quest genau an, weil man hier einfach merkt das die Quests immer auch kleine oder große Geschichten erzählen. Oft folgt aus einer Quest eine ganze Questreihe, wobei man auch die involvierten NPCs immer besser kennenlernt und diesen zum Teil auch später wieder über den Weg läuft. Diese Art des Geschichten erzählen durch Quests machen sowas wie ein gutes Buch daraus. Nicht jeder mag Bücher lesen, aber ich nehme mir die Zeit und genieße es. Das dies im Gruppenspiel natürlich etwas auf der Strecke bleibt ist verständlich. Aber dafür habe ich ja meinen speziellen Solo-Char der als Entdecker, Forscher und Historiker durch die Lande zieht. Somit habe ich in den knappen zwei Monaten Spielzeit über Tamriel und seine Geschichte mehr gelernt, als in all den anderen MMOs in denen ich teilweise jahrelang unterwegs war.
Es gibt aber noch so viel mehr in Tamriel zu entdecken und darauf freue ich mich wirklich sehr. 😉

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